SpendenAdvent 2019 der Volksbank Herrenberg-Nagold-Rottenburg-Stiftung

SpendenAdvent 2019 der Volksbank Herrenberg-Nagold-Rottenburg-Stiftung

Die Abteilung Karate des TSV Gärtringen erhält 500 Euro für neue Matten

Im Rahmen der Aktion „SpendenAdvent“ schüttete die Volksbank Herrenberg-Nagold-Rottenburg-Stiftung über die Adventszeit einen Spendenbetrag von insgesamt 102.000 Euro aus. Mit den aus dem Zweckertrag des VR-GewinnSparens stammenden Fördermitteln werden soziale, gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Projekte im Geschäftsgebiet der Bank unterstützt und prozentual nach Anzahl der VR-GewinnSparlose auf die drei Regionen aufgeteilt. Somit wurde die Region Herrenberg mit 37.500 Euro, die Region Nagold mit 40.500 Euro und die Region Rottenburg mit 24.000 Euro bedacht.

Insgesamt wurden 251 Bewerbungen für eine Spende eingereicht. 120 regionale Vereine und Institutionen wurden von den Regionalkuratorien, bestehend aus Aufsichtsräten, Beiräten und den Regional-Direktoren der Volksbank, im Dezember 2019 ausgewählt. Einen Spendenscheck über 500 Euro konnten auch wir bei der Abschlussveranstaltung am 16. Dezember 2019 entgegennehmen. Dank dieser großzügigen Spende fällt uns die Anschaffung unserer neuen Matten deutlich leichter.

Andi, Sabrina und Steve bei der Scheckübergabe in der Volksbank Herrenberg-Nagold-Rottenburg, zusammen mit Martin Graf (links, Stiftungsvorstand) und Jürgen Gote (rechts, Regionaldirektor Privatkunden).
Außer uns haben sich aber auch Christine Laur und Susanne Helmer von der TSV-Abteilung TanZeitLos über eine tolle Spende gefreut! Links im Bild Werner Rilka (Regionaldirektor Firmenkunden).

Eine klasse Sache! Wir bedanken uns im Namen der gesamten Abteilung noch einmal ganz herzlich!

Prüfung und Weihnachtsfeier am 14.12.2019

Prüfung und Weihnachtsfeier am 14.12.2019

Glückwunsch und Erkenntnisse

Auch dieses Jahr fand wieder kurz vor Weihnachten eine Karate-Prüfung in unserem Dojo statt. Die Prüflinge wurden in zwei Gruppen geprüft. Begonnen wurde mit den Kindern, die teilweise auch zum ersten Mal eine Prüfung ablegten. Im zweiten Teil folgte dann eine spannende Prüfung zur Grüngurtstufe.

Auch dieses Mal bohrten wir mit mehr oder weniger „quälenden“ Fragen wie zum Beispiel welche Angriffsstufen es gibt, wie sie auf japanisch heißen oder was der Unterschied zwischen „Ableiten“ und „Blocken“ bei den Uke-Techniken ist.

Die folgende Darstellung soll auch nochmal als Gedankenstütze dienen wie die einzelnen Formen ineinander greifen:

Wir beglückwünschen die Prüflinge zu den bestandenen neuen Graduierungen: Kevin Hartmann, Maxime Ehret, Tim Drechsler, Annika Brauchler, Ian Felix Lorenz, Ben Kuttler, Dominic Rinderer und Markus Spindler

Aber nicht nur die Prüflinge sammeln meist Erfahrungen bei einer Prüfung. Auch als Trainer bekommt man super vor Augen geführt, was schon gut klappt und woran man mit der Gruppe noch arbeiten muss. Fast schon obligatorisch ist bspw. die Scham einen deutlichen Kiai zu einer starken Technik auszuführen. Aber auch Schwächen bei Rei und Yoi oder das zeitnahe Auflösen einer gamae zeigen worauf man als Trainer mal wieder Wert legen könnte/müsste/sollte. Wer nun neugierig ist, was ich konkret meine, kann gern mal mit dem Begriff „Reishiki“ im Internet recherchieren. (ein Beispiel von einem befreundeten Dojo: https://youtu.be/HLMcfp50g0c)

Bisher unerwähnt, aber nicht zu vergessen, war unsere anschließende Weihnachtsfeier. Mit einem super leckeren Buffet von den Mitgliedern und Eltern konnten wir bei Schmaus, Trank und Räuberwichteln einen tollen Abend verbringen.

Wir wünschen allen eine besinnliche Weihachtszeit und einen guten Start ins neue Jahr.

BJJ-Lehrgang bei Arashi in Sindelfingen am 07.12.2019

BJJ-Lehrgang bei Arashi in Sindelfingen am 07.12.2019

An diesem Samstag waren wir das erste Mal zu fünft bei Arashi in Sindelfingen. Und das mit der S-Bahn. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln in 10min Fahrt zum Lehrgang kommen, das ist schon was besonders für uns. Beim Landeslehrgang für Brazilian Jiu-Jitsu unterrichteten Alexander Kikillus und Andreas Dold zum Thema „Guard Pass“.

Zunächst begann Alex mit dem Prinzip, wie man sich mit „Pressure Passing“ aus dem Closed Guard befreit. Bei der ersten Option nutzte er dafür sein Knie unter der Hüfte des Partners und konnte sich mit einer Drehung der Hüfte aus dem Guard befreien. Mit einem anschließenden Knee Pass gelangte er in der Side Mount. Die zweite Option war aufzustehen, dabei die Guard zu öffnen und sich schnell wieder nach unten zu begeben. Abgeschlossen wurde die Option mit einem Kimura.

Nach einer kurzen Pause unterrichtete Andi wie man mit „Speed Passing“ möglichst erst gar nicht in eine richtige Guard kommt. Er empfahl immer in Bewegung zu bleiben und falls es nicht weiter geht, sich einen neuen Weg zu suchen ohne viel Energie zu verschwenden. Dabei übten wir verschiedene Optionen durch wie einen Knee Pass oder Leg Drag. Ergänzt wurde die Übung durch Gegenwehr mit bspw. dem Knee Shield oder dem Abschluss der Kombination durch einen Paper Cutter Choke.

Danke an Alex und Andi für die super Gelegenheit zum Lernen.

Bo- und Karate-Seminar mit Sensei Olaf Krey am 23./24.11. in Königsbrück

Bo- und Karate-Seminar mit Sensei Olaf Krey am 23./24.11. in Königsbrück

Der Versuch alles unter einen Hut zu bekommen.

Selten waren Seminarwochenenden in der Vergangenheit so wechselvoll wie dieses. Es begann mit der Abfahrt. Bis wann arbeitet man freitags um bei der Arbeit nicht zu viel liegen zu lassen? Welche Abfahrtszeit ist die richtige um nicht 2 Stunden im Stuttgarter Stau zu verbringen? Wann will man eigentlich ankommen?

Nun letztlich waren Ruben und ich dann gegen 22 Uhr in Königsbrück. Dort trafen wir uns in einem gemütlichen Kreis mit Olaf, Hendrik, Sascha und Christopher und aßen noch eine Kleinigkeit zusammen. Ruben ging dann ins Furyu Dojo um dort zu übernachten, ich in mein unweit vom Dojo entferntes Elternhaus. Zum Frühstück trafen wir uns wieder. Wir liefen zum Bäcker und aßen im Furyukan zum Frühstück. Nun ging es zum Seminar.

Ausgeschrieben war das Seminar mit jeweils einer Bo-Einheit am Samstag- und Sonntagvormittag. Danach jeweils Karate bis in die frühen Abendstunden. Abwechslung wurde also schon im Vorfeld offeriert. Wir begannen also mit einer ausgiebigen Erwärmung, bei der die eine oder andere neue Übung für mich dabei war. Anschließend beschäftigten wir uns mit Bo-Zuki und kesa uchi (dem schrägen Schlag mit dem Bo). Am Nachmittag gingen wir zum Karate über. Kaishu waza war hier das Thema. Wir übten intensiv an der Partnerübung, verbrachten aber auch Zeit mit der Soloform.

Zum Ende der Übungszeit, die wir mit der Partnerform verbracht hatten, sollten wir noch 5 mal mit verschiedenen Partnern jeweils einen Durchlauf üben. Dabei fiel mir auf, dass die Mehrzahl der Partner nun durch die Form „rannten“. Viele vergaßen die Aspekte, die wir vorher in mühevoller Detailarbeit beleuchtet hatten. Anschließend fragte ich Olaf nach dem „optimalen“ Timing zu dieser Form. Seine Antwort war sinngemäß: Es kommt darauf an. Er betonte, dass die Nyumon-Formen keinen „Selbstzweck“ haben. Wir üben sie nicht damit wir irgendwann „schöne“ Grundformen laufen können. Wir üben sie als Werkzeug um Prinzipien zu erlernen und zu üben. Und je nachdem was wir gerade üben wollen (Kondition, Kraft, Ausdauer, Genauigkeit, Geschwindigkeit, Reaktionsvermögen, …), so kann die Form eben auch unterschiedlich gelaufen werden. Auch hier versuchen wir oftmals „alles“ unter einen Hut zu bekommen, obwohl wir nicht alle Trainingsaspekte gleichzeitig trainieren können.

Zum Abschluss des Trainingstages kreirte Olaf noch eine Partnerform, die man aus der Kaishu waza Soloform interpretieren könnte. Wer beide Formen kennt, weiß, dass die Partnerform und die Soloform im Normalfall etwas „auseinanderlaufen“. Dann war der Tag schon wieder „rum“.

Ich entschied mich den Abend mal nicht mit zum üblichen Seminarabendessen zu gehen, sondern die Zeit mit meinem Vater zu verbringen. Somit gingen Ruben und ich bis zum Seminarbeginn am Sonntag getrennte Wege. Laut Hörensagen kann man aber auch ohne mich schöne Abende verbringen 😉.

Am Sonntag übten wir zu Beginn wieder einige Partnerübungen mit dem Bo. Wir wiederholten Details vom Samstag und ergänzten schrittweise die Form um immer mehr Elemente. Schließlich teilten wir die Gruppe auf und die Fortgeschrittenen übten die Partnerübung „Peichin kumibo“. Hier ein Video von der Ausführung von Sensei McCarthy: https://youtu.be/FI_7jJCNfRY

Statt dem Training am Nachmittag, widmete ich nun meine Zeit meiner Schwester und ihren beiden Kindern. Auch die Zeit kam eigentlich viel zu kurz, da die Rückfahrt nach Gärtringen auch immer reichlich Zeit benötigt. Auch Ruben ging einen anderen Weg, er wollte weiter nach Berlin um am 29.11.2019 bei einer größeren Demo von „Fridays for Future“ teilzunehmen.

Immer alles unter einen Hut zu bekommen, ist nicht einfach. Dinge „halbherzig“ zu tun, bringt sicher auch Nachteile mit sich. Sich auf wenige Dinge zu beschränken, bringt aber auch nicht nur Vorteile. Letztlich muss jeder für sich selbst und immer wieder entscheiden worin er seine Zeit „investiert“.

You only get out what you put in.