BJJ-Lehrgang bei Arashi in Sindelfingen am 07.12.2019

BJJ-Lehrgang bei Arashi in Sindelfingen am 07.12.2019

An diesem Samstag waren wir das erste Mal zu fünft bei Arashi in Sindelfingen. Und das mit der S-Bahn. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln in 10min Fahrt zum Lehrgang kommen, das ist schon was besonders für uns. Beim Landeslehrgang für Brazilian Jiu-Jitsu unterrichteten Alexander Kikillus und Andreas Dold zum Thema „Guard Pass“.

Zunächst begann Alex mit dem Prinzip, wie man sich mit „Pressure Passing“ aus dem Closed Guard befreit. Bei der ersten Option nutzte er dafür sein Knie unter der Hüfte des Partners und konnte sich mit einer Drehung der Hüfte aus dem Guard befreien. Mit einem anschließenden Knee Pass gelangte er in der Side Mount. Die zweite Option war aufzustehen, dabei die Guard zu öffnen und sich schnell wieder nach unten zu begeben. Abgeschlossen wurde die Option mit einem Kimura.

Nach einer kurzen Pause unterrichtete Andi wie man mit „Speed Passing“ möglichst erst gar nicht in eine richtige Guard kommt. Er empfahl immer in Bewegung zu bleiben und falls es nicht weiter geht, sich einen neuen Weg zu suchen ohne viel Energie zu verschwenden. Dabei übten wir verschiedene Optionen durch wie einen Knee Pass oder Leg Drag. Ergänzt wurde die Übung durch Gegenwehr mit bspw. dem Knee Shield oder dem Abschluss der Kombination durch einen Paper Cutter Choke.

Danke an Alex und Andi für die super Gelegenheit zum Lernen.

Bo- und Karate-Seminar mit Sensei Olaf Krey am 23./24.11. in Königsbrück

Bo- und Karate-Seminar mit Sensei Olaf Krey am 23./24.11. in Königsbrück

Der Versuch alles unter einen Hut zu bekommen.

Selten waren Seminarwochenenden in der Vergangenheit so wechselvoll wie dieses. Es begann mit der Abfahrt. Bis wann arbeitet man freitags um bei der Arbeit nicht zu viel liegen zu lassen? Welche Abfahrtszeit ist die richtige um nicht 2 Stunden im Stuttgarter Stau zu verbringen? Wann will man eigentlich ankommen?

Nun letztlich waren Ruben und ich dann gegen 22 Uhr in Königsbrück. Dort trafen wir uns in einem gemütlichen Kreis mit Olaf, Hendrik, Sascha und Christopher und aßen noch eine Kleinigkeit zusammen. Ruben ging dann ins Furyu Dojo um dort zu übernachten, ich in mein unweit vom Dojo entferntes Elternhaus. Zum Frühstück trafen wir uns wieder. Wir liefen zum Bäcker und aßen im Furyukan zum Frühstück. Nun ging es zum Seminar.

Ausgeschrieben war das Seminar mit jeweils einer Bo-Einheit am Samstag- und Sonntagvormittag. Danach jeweils Karate bis in die frühen Abendstunden. Abwechslung wurde also schon im Vorfeld offeriert. Wir begannen also mit einer ausgiebigen Erwärmung, bei der die eine oder andere neue Übung für mich dabei war. Anschließend beschäftigten wir uns mit Bo-Zuki und kesa uchi (dem schrägen Schlag mit dem Bo). Am Nachmittag gingen wir zum Karate über. Kaishu waza war hier das Thema. Wir übten intensiv an der Partnerübung, verbrachten aber auch Zeit mit der Soloform.

Zum Ende der Übungszeit, die wir mit der Partnerform verbracht hatten, sollten wir noch 5 mal mit verschiedenen Partnern jeweils einen Durchlauf üben. Dabei fiel mir auf, dass die Mehrzahl der Partner nun durch die Form „rannten“. Viele vergaßen die Aspekte, die wir vorher in mühevoller Detailarbeit beleuchtet hatten. Anschließend fragte ich Olaf nach dem „optimalen“ Timing zu dieser Form. Seine Antwort war sinngemäß: Es kommt darauf an. Er betonte, dass die Nyumon-Formen keinen „Selbstzweck“ haben. Wir üben sie nicht damit wir irgendwann „schöne“ Grundformen laufen können. Wir üben sie als Werkzeug um Prinzipien zu erlernen und zu üben. Und je nachdem was wir gerade üben wollen (Kondition, Kraft, Ausdauer, Genauigkeit, Geschwindigkeit, Reaktionsvermögen, …), so kann die Form eben auch unterschiedlich gelaufen werden. Auch hier versuchen wir oftmals „alles“ unter einen Hut zu bekommen, obwohl wir nicht alle Trainingsaspekte gleichzeitig trainieren können.

Zum Abschluss des Trainingstages kreirte Olaf noch eine Partnerform, die man aus der Kaishu waza Soloform interpretieren könnte. Wer beide Formen kennt, weiß, dass die Partnerform und die Soloform im Normalfall etwas „auseinanderlaufen“. Dann war der Tag schon wieder „rum“.

Ich entschied mich den Abend mal nicht mit zum üblichen Seminarabendessen zu gehen, sondern die Zeit mit meinem Vater zu verbringen. Somit gingen Ruben und ich bis zum Seminarbeginn am Sonntag getrennte Wege. Laut Hörensagen kann man aber auch ohne mich schöne Abende verbringen 😉.

Am Sonntag übten wir zu Beginn wieder einige Partnerübungen mit dem Bo. Wir wiederholten Details vom Samstag und ergänzten schrittweise die Form um immer mehr Elemente. Schließlich teilten wir die Gruppe auf und die Fortgeschrittenen übten die Partnerübung „Peichin kumibo“. Hier ein Video von der Ausführung von Sensei McCarthy: https://youtu.be/FI_7jJCNfRY

Statt dem Training am Nachmittag, widmete ich nun meine Zeit meiner Schwester und ihren beiden Kindern. Auch die Zeit kam eigentlich viel zu kurz, da die Rückfahrt nach Gärtringen auch immer reichlich Zeit benötigt. Auch Ruben ging einen anderen Weg, er wollte weiter nach Berlin um am 29.11.2019 bei einer größeren Demo von „Fridays for Future“ teilzunehmen.

Immer alles unter einen Hut zu bekommen, ist nicht einfach. Dinge „halbherzig“ zu tun, bringt sicher auch Nachteile mit sich. Sich auf wenige Dinge zu beschränken, bringt aber auch nicht nur Vorteile. Letztlich muss jeder für sich selbst und immer wieder entscheiden worin er seine Zeit „investiert“.

You only get out what you put in.

Seminar mit Sensei Olaf Krey in Gärtringen

Seminar mit Sensei Olaf Krey in Gärtringen

Von Samstag den 5.10.2019 bis Sonntag den 6.10.2019 kam Sensei Olaf Krey nach Gärtringen, um uns eine Partnerform namens Kakie Damashi beizubringen. Etwas wichtigste ist vorab zu dieser Form zu sagen. Die einfache Wiederholung des Ablaufes bietet kaum einen Lerneffekt. Für jede der abgebildeten Elemente ist in der Wirklichkeit erst einmal ein „Kampf“ umd die notwendige/sinnvolle Ausgangsposition notwendig. Erst dann kann man von dort aus weitermachen.

Samstag 5.10.2019: Wir trafen uns morgens um 10:00 Uhr in der Theodor-Heuss-Halle und freuten uns schon alle auf das Seminar mit Olaf. Wir zogen uns um und bauten die Matten auf. Anschließend begrüßten wir uns und machten drei Aufwärmübungen. Bei einer mussten wir Liegestützen machen und immer wenn wir hochkamen mit unserem Partner abklatschen. Die Aufwärmübungen waren zwar kurz, aber trotzdem anstrengend. Danach fingen wir mit dem Training an. Zuerst sollten wir einen Jôdantsuki von unserem Partner abwehren und kontern. Anschließend hängten wir einen Wurf hinten dran. Er gehörte aber an sich nicht zu der Partnerform, sondern war nur eine Option/Erweiterung. Nachdem wir den Wurf ein bisschen geübt hatten, hängten wir noch etwas von der Form Kakie Damashi hinten dran, bis zur Pause. Oftmals zeigte uns Olaf Würfe, die nicht zu der Form gehörten, aber verschiedene Eingänge und Ausgänge aus der Form ermöglichten. Manche dieser Würfe kannte ich schon, weil wir sie schon einmal im Training gemacht hatten. Um 12:00 Uhr machten wir dann eine kurze Pause.

Um 13:00 Uhr ging das Training weiter, aber zuvor machten wir noch einmal die Aufwärmübungen. Nachdem wir alle wieder warm waren, übten wir noch ein bisschen an der Partnerform weiter, bei der uns Olaf weitere Techniken zeigte.  Anschließend übten wir noch etwas auf dem Boden. Hier mussten wir oft Arm- und Beinhebel anwenden, welche manchmal mehr oder weniger wehtaten. Auch hier lernten wir die Form Stück für Stück, indem Olaf uns immer nur ein paar Techniken zeigte, die wir anschließend an das schon Gelernte hängten. Eine dieser Techniken war die Würge Triangel, bei der man versucht, den Hals mit den Beinen zu umklammern um einem somit die Hauptschlagader zuzudrücken. Eine der Befreiungstechniken war, dass man sich kurz zur Seite lehnt, und sich so ein bisschen Platz verschafft. Danach kann man sich befreien. Um 15:15 Uhr machten wir eine Pause, in der wir uns für die letzten 2 Stunden Training ausruhten. Nach der Pause übten wir bis 17:00 Uhr die Form am Boden weiter.

Um 17:00 Uhr, gab es dann eine Art Bodenübungskampf bei der eine Person sich aus der Guard oder Turtel befreien musste, um in eine bessere Position zu gelangen. Die andere Person sollte das verhindern. Zum Schluss dehnten wir uns noch damit wir am nächsten Tag nicht so einen starken Muskelkater hatten. Um 19:00 Uhr gingen viele von uns noch zum Essen zu La Mama. Dort redeten wir noch ein bisschen über das Seminar und viele weitere lustige, spannende, aber auch alltägliche Dinge.

Sonntag 6.10.2019: Am letzten Tag des Seminars trafen wir uns nochmal an der Theodor-Heuss-Halle. Wir wärmten uns wieder auf und wiederholten die Form Kakie Damashi vom Vortag. Anschließend vervollständigten wir die restlichen 10% vom Standteil. Dann machten wir mit dem Bodenteil weiter. Olaf zeigte uns nach ein paar Wiederholungen wie es weiterging. Nachdem er uns ein paar weitere Stellen gezeigt hatte gab es die Mittagspause. Um 13:00 Uhr machten wir wieder einen Bodenkampf. Danach zeigte uns Olaf wie die Form zu Ende ging. Bei dem Übergang zwischen den beiden Formen die wir kannten fehlte aber noch etwas. Doch das erklärte uns Olaf schnell. Hier gab es einen Griff Namens Nelson. Man steht dabei hinter seinem Gegner und drückt ihm das Kinn auf die Brust, während man seine Arme über seinem Kopf möglichst weit streckt. Diese übten wir dann noch zwei Mal durch. Dann hatten wir noch eine halbe Stunde Zeit um uns wieder zu Dehnen. Danach war das Seminar auch schon vorbei.

Mir gefiel das Seminar, weil ich viele neue Würfe und Hebel gelernt habe. Ich persönlich übe gerne Würfe, weil man mit einem Wurf meistens in eine überraschende und vorteilhafte Position gelangen kann. Dies war nun schon das zweite Seminar von Olaf, bei dem ich war und ich muss sagen, dass es sich immer lohnt dabei zu sein, weil man immer wieder Neues lernt, dass man im Training noch nicht gelernt hat. Die einzige Schwierigkeit sind die Aufwärmübungen, denn die sind manchmal etwas anstrengend. Aber selbst die sind zu schaffen.

43 neue Mitglieder in unserer Abteilung

43 neue Mitglieder in unserer Abteilung

Seit dieser Woche haben wir 43 neue Mitglieder. Die Mehrzahl von ihnen hat eine tolle Farbe, aber einen merkwürdigen Eigengeruch. Mit ihren Antirutsch-Socken stehen sie stabiler als die Meisten. Sie könnten auf Dauer vielleicht ein wenig eintönig wirken, aber gebt ihnen bitte eine faire Chance. Bei den Themen „Würfe“ und „Bodenarbeit“ sollen sie – laut diversen Quellen – Profis sein.

Und ein weiteres Mitglied hat sich ins Dojo geschlichen. Er nennt sich selbst „Boss“. Im ersten Moment wirkt das nicht sonderlich sympathisch, aber seine Trainingseinheiten haben es wohl in sich. Egal ob beim Boxen, Laufen, Springen, Schlagen, Treten, Stützen, Schwingen und und und, er hat kein Erbarmen, sagt man sich. Er soll zwar regelmäßig „schreien“, aber dennoch ein sehr hilfreicher Trainingspartner sein.

Bitte nehmt unsere neuen Mitlgieder gut bei uns auf.