Gürtelprüfung und Weihnachtsfeier am 04. Dezember 2010

ein Rückblick von Helge Schönborn

Am Samstag, 04.12.2010 fand wieder ein Gürtelprüfung statt. 13 Karateka, diesmal vor allem Kinder, aus dem Gärtringer Karate-Dôjô stellten sich den Herausforderungen einer Gürtelprüfung.

Diesmal hatten wir besonders viele Zuschauer. Die Karateka freuten sich darauf, ihren Eltern, Verwandten,Freunden und auch sich selbst zu zeigen, was sie gelernt hatten. Einige Karateka, die noch nicht an der Prüfung teilnehmen konnten, da sie erst seit kurzem bei uns trainieren, nutzten die Gelegenheit sich eine Prüfung anzuschauen und einen Eindruck für ihre eigene erste Prüfung zu gewinnen.

Dabei zählt für eine Gürtelprüfung außer der gezeigten Leistung auch die Beziehung zum Lehrer, das Verhalten im Unterricht, das Kümmern um den eigenen Fortschritt, der Umgang mit den anderen Dôjô-Mitgliedern und die Teilnahme an Seminaren.

Um 09:00 Uhr trafen sich wieder alle im Dôjô, wie bei jeder Prüfung. Nach einer Begrüßung der Teilnehmer durch die Dôjô-Leiterin Sabrina Lubik ging es los.

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Zuerst durften die kleinsten Karateka der Kindergruppe (6-12 Jahre) ihren Verwandten und ihren Übungsleitern Annika Schönborn und Benjamin Tattko zeigen, was sie gelernt haben. Danach mussten sich die Karateka der Jugend- und Erwachsenengruppe unter den kritischen Blicken von ihrer Lehrerin Sabrina Lubik beweisen und zeigen, was sie gelernt haben. Für einige Karateka war es die erste BSK Prüfung und damit eine besondere Herausforderung, da sie erst vor kurzem aus der Kindergruppe zu den „Großen“ gewechselt waren. Trotz der Anspannung, die zu einer Prüfung dazugehört, legten alle Karate ihre Prüfung erfolgreich ab.

Nachdem die Prüfung gegen 11:30 Uhr zu Ende war, gingen wir alle nach Hause, um uns um 15:30 Uhr zur Urkundenverleihung und zur gemeinsamen Weihnachtsfeier wieder zu treffen. Benjamin Tattko und Annika Schönborn überreichten unseren jüngsten Karateka ihre Urkunden und befestigten die Streifen für die Kinderprüfung an den Gürteln. Danach konnte auch Sabrina Lubik den anderen Karateka gratulieren und die Urkunden übergeben.

Eine Besonderheit war diesmal eine kleine Vorführung der Fortgeschrittenen und Übungsleiter im Rahmen der Weihnachtsfeier. Da es ausschließlich Anfängerprüfungen gab, konnte auf diese Weise den Anfändern und Verwandten auch gezeigt werden, was bei bei weiterem Fortschritt so alles geübt wird. Gezeigt wurden u.a. fortgeschrittenere Kata, die für die Prüfungen zum 7. Kyu, 3. Kyu bzw. 1. Dan benötigt werden, Kata und Partner-übungen mit den bei uns geübten Waffen (Bo, Sai, Tonfa) sowie Freikampfübungen und Würfe.

Insgesamt war es eine sehr schöne Veranstaltung, zu der auch die große Anzahl der mitgekommenen Verwandten (über 60 Zuschauer) beigetragen haben.

Die Kinderprüfungen bestanden haben:

Zum 10. Kyu:        Luca Bader, Julian Kres, Max Lüdtke, Jonathan Möller, Flavio Prestito
Zum 9 1/2. Kyu:    Ann-Kathrin Motteler, Markus Ramoser
Zum 9. Kyu:          Marco Stöckl, Chantal Zinser

Die Prüfung nach BSK Prüfungsprogramm bestanden haben:

Zum 9. Kyu:          Andrine Theiss, Kirsten Träger, Malin Wagner
Zum 8. Kyu:          André Kres

Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Gürtelprüfung!

Erlebniswochenende vom 13.- 14. November 2010

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Das Essen hat sehr gut geschmeckt. Die Fackelwanderung war sehr spannend und aufregend. Später am Abend haben wir noch zwei Filme angeschaut. Eines der Trainings war im Dunkeln und deshalb sehr witzig. Ein großes Danke.
(Ann-Kathrin, 7 Jahre)

Am Samstag, den 13.11.10 ging es los und unsere Freunde aus Bensheim haben uns zur
Überraschung besucht. Am Ende waren alle 21 Kinder und die Trainer da: Annika, Dirk,
Marco, Benny, Nikita, Charlotte, Florian, Elias und Sabrina. Die Hauptattraktionen waren
wahrscheinlich der Airtrack, die Nachtwanderung, die Würfe und der Dunkelparkour. Ach ja,
da waren noch zwei Filme, nicht zu vergessen. Also ich bin mir ziemlich sicher, dass das
Wochenende allen gefallen hat. Oder?
(Marco, 10 Jahre)

Danshakai vom 30.- 31. Oktober 2010

eine Betrachtung von Annika Schönborn

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Auf jedem Seminar lernt man neue Aspekte des Karate kennen, und merkt, wie viel man noch zu lernen hat, wie in der Schule: Immer wieder kommt man auf den selben Unterrichtsstoff zurück um diesen zu vertiefen oder zu erweitern.

Auf diesem Danshakai zeigten uns die BSK-Sensei, worauf wir achten müssen, wenn wir Karate unterrichten. Natürlich beginnt man bei Anfängern damit kihon und das dazugehörige kihon ippon kumite zu unterrichten. Doch schon hier gibt es unterschiedliche Aspekte, die man üben kann. Einerseits kann man den Schwerpunkt auf die saubere Ausführung der Technik legen, was besonders im Anfängertraining, aber auch später sehr wichtig ist. Man sollte jedoch auch die Aspekte Atmung, Kime, inneren Haltung, Aufmerksamkeit, Konzentration auf den Angriff und Respekt nicht außer Acht lassen, da die Technik alleine weniger ausrichtet, als wenn man die richtige innere Haltung hat.

Später beginnt man dann jiyu Formen zu üben/unterrichten. Neben den schon erwähnten Aspekten des kihon, die hier immer noch Gültigkeit haben muss man zudem darauf achten sich dynamisch in den Angriff rein und wieder raus zu bewegen.

Gefühlsmäßig fängt man hier wieder ganz von vorne an zu lernen (zumindest mir geht es so), da man anfangs vergisst ordentliche Stellungen einzunehmen, während man versucht sich dynamisch zu bewegen, oder die Dynamik verloren geht, während man auf die Technik achtet. Auch hier sollte man zuerst versuchen die Aspekte getrennt zu üben und dann mit dem Fortschritt beginnen bei den Übungen auf beides zu achten.

Doch wenn ich geglaubt hatte, dass das Samstagsprogramm anspruchsvoll war, so erwartete mich am Sonntag etwas komplett Neues. Wir übten die Goshinformen 4&5, welche ich zuvor noch nie geübt hatte.

Auch das Goshin lehrt neue Aspekte: Bewegung zum Partner in der nahen und mittleren Distanz, Eingänge und Anwendung von Hebeln und Würfen.

Auch aus den Gesprächen am Abend habe ich wieder viel mitgenommen, z.B. dass es wichtig ist für eine Gemeinschaft, dass sich alle an den Gesprächen beteiligen. Allerdings ist es auch so, dass dies ein Lernprozess ist, den man je fortgeschrittener man auf dem Weg ist immer besser meistern sollte. Wie bei vielem sind diese Themen nicht unbedingt unbekannt, aber man vergisst sie immer wieder, wenn man nicht ab und zu daran erinnert wird.

Ich möchte mich außerdem noch bei den Sensei Christian Lind, Peter Schömbs und Ursel Arnold bedanken, die mich immer wieder dazu anleiten nachzudenken und mich und mein Verhalten ständig zu hinterfragen.