Kindertrainingslager in Bensheim vom 15.- 16. Mai 2010

eine Betrachtung von Lukas Stotz

Am Samstag sind wir mit 6 Kindern und 2 Betreuerinnen nach Bensheim zum Karate Kinder TL gefahren. Dort waren schon 14 Kinder des anderen Dôjôs. Nach einer Vesperpause stellten wir uns untereinander vor. Danach gab es Training mit dem Bo (Karatewaffe). Später haben wir „Stille Post“ und „Chinesische Mauer“ gespielt. Danach hatten wir Zeit zum Spielen was wir wollten.

Anschließend gab es Abendessen – leckere Käsespätzle. Nach dem Essen hatten für uns die Erwachsenen im Dôjô (dem Karatetrainingsraum) etwas vorbereitet. Als wir herein kommen durften war der Raum ganz dunkel, nur Kerzen brannten. Wir setzten uns auf den Boden und ein Erwachsener las uns 2 Geschichten von Karatemeistern vor. Anschließend gab es für uns Kinder Knabberzeug und eine Gummibärchenbowle. Im Dôjô wartete noch eine Überraschung auf uns: Dort war ein cooler Parcours aufgebaut. Unsere Aufgabe war es zuerst mit Licht, dann bei Dunkelheit den Parcours zu meistern. Allen gefiel der Parcours im Dunkeln am besten.

Gegen Mitternacht bauten wir unser Nachtlager auf. Um 7 Uhr sind wir aufgestanden. Um 8 Uhr hatten wir schon Training mit dem Bo (Holzstab). Nach unserem Bo Training zeigten uns die Erwachsenen eine Vorführung mit verschiedenen Waffen. Danach gab es endlich das Frühstück. Nach gemeinsamen Aufräumen ging es wieder nach Hause.

„Taikyoku nidan und kihon ippon kumite“ vom 12.- 14. Februar 2010

eine Betrachtung von Aaron O.

Am Samstag, den 13. Februar brachen Sabrina, Annika und ich aus dem BSK-Dojo Gärtringen nach Bensheim auf, um ein Seminar zum Thema Karate über die Einheiten ‚Taikyoku nidan‘ sowie ‚Kihon ippon kumite‘ zu besuchen. Wir kamen am Vormittag an und wurden von einem anderen Teilnehmer, der bereits angekommen war, begrüßt. Es folgte das übliche BSK-Ausweis-Einsammeln nebst der Begleichung der Teilnahmegebühr.

Um 11 Uhr begann dann offiziell das Seminar mit einer Einheit zur Kata ‚Taikyoku nidan‘. Zusammen mit einer Reihe Schwarzgurten sowie einigen wenigen niedriger Graduierten übten wir zur Aufwärmung den Ablauf der Kata. Nach einigen Durchläufen folgten noch die klassischen Aufwärm- und Dehnungsübungen. Im weiteren Verlauf der Einheit wurde die Kata unter verschiedenen Gesichtspunkten wie z.B. der Fußstellung, der Körperhaltung oder -spannung, der exakten und präzisen Ausführung diverser Einzeltechniken, des richtigen Kime (Atmung) oder der richtigen Benutzung des Kiai (Kampfschrei) geübt. Während den diversen Durchläufen der Kata bekamen die Karateka viele Tipps und Korrekturen von Seminarleiter Matthias Degen.

Taikyokunidan2  Taikyokunidan1_cut

Nach der zweistündigen Einheit zur Taikyoku nidan sowie einer einstündigen Pause folgte ab 14 Uhr eine ebenfalls zweistündige Einheit zum Thema Kihon ippon kumite. Geübt wurden die ersten zwei Einheiten des Kihon ippon kumite, welche sich mit Schlagtechniken befassen. Matthias Degen stellte zusammen mit einem der höchstgraduierten Karateka die als Partnerübungen konzipierten Einzeltechniken jeweils vor, führte deren Anwendung sowie etwaige weitere Handlungsmöglichkeiten der Endstellungen vor und erklärte den spezifischen Sinn der Einzeltechniken. Beim Üben korrigierte Matthias Degen die Karateka und deutete sie auf Verbesserungsmöglichkeiten hin.

Direkt im Anschluss an die Einheit ‚Kihon Ippon Kumite‘ folgte eine zweistündige Einheit zum Thema ‚ Kobudo‘ (Waffen), deren Teilnahme freiwillig war. Geübt wurden von den Karateka Techniken mit dem Bo (Stock) sowie den Sai (japan. metallene Gabel). Von 18 Uhr bis 20 Uhr fand zu guter Letzt das Kumitetraining statt. Schwerpunkte dieser Einheit lagen auf Aufbautraining sowie auf Abhärtung. Zum Einsatz kamen hier der Sandsack, das Makiwara, Hanteln und Langhanteln. Danach wurde gemeinschaftlich zu Abendgegessen, wobei Pizza sowie einige chinesische Gerichte bestellt wurden. Nach dem Abendessen saßen wir noch gemütlich mit den anderen zusammen, bis gegen 24 Uhr Nachtruhe einkehrte. Einige in der Nähe ansässige Karateka übernachteten Zuhause, die Verbleibenden im Dojo.

Am nächsten Tag wurde erneut gemeinschaftlich gefrühstückt. Danach fand von 10 Uhr bis 13 Uhr die letzte EinheitVzum Thema Kihon Ippon Kumite statt, in der das Gelernte des Vortags noch einmal wiederholt wurde und die letzten beiden Sequenzen des Kihon ippon kumite, welche sich mit Keris befassen, geübt wurden. Nachdem alle Einzel-techniken des Kihon ippon iumite von allen Karateka geübt worden war, wurde es mehrmals komplett geübt, um sich auch die Teile des Vortages noch einmal ins Gedächtnis zu rufen. Gegen 13 Uhr endete die letzte Trainingseinheit, an die sich das gemeinsameSaubermachen anschloss. Danach verabschiedeten sich alle Teilnehmer voneinander und machten sich auf den Heimweg.

Das Seminar war eine tolle Erfahrung. Wir haben viel gelernt und uns wie immer super mit den anderen Karateka unterhalten.

„Goshin 1-3“ vom 06.- 07. Februar 2010

eine Betrachtung von Helge Schönborn

Goshin1  Goshin2

Diesmal fuhren Anke und ich das erste mal allein von Gärtringen nach Bensheim zu einem Karate Seminar. Auch wenn wir schon ohne andere Karateka aus Gärtringen in Bensheim waren, eine neue Erfahrung.Vorweg kann ich schon sagen, dass wir noch mehr Gespräche mit Karateka aus anderen Dojos hatten als sonst, da die Gespräche untereinander entfielen. Und schon vor der ersten Seminareinheit waren wir wieder überwältigt von der Gemeinschaft und der Anteilnahme am Geschehen in unserem Dojo, sowohl von den Bensheimern, als auch von den Teilnehmern aus anderen Dojos.

Nun aber zum Seminar, dem wir sehr gespannt entgegensahen. Kleine Anpassungen z.B. im Bereich des Bojutsu kannten wir schon. Mit einer kompletten Überarbeitung der Goshin erwartetet uns eine ganz andere Dimension: Nach den ersten Erklärungen des Systems, dass sich stark an den Kata der jeweiligen Graduierung orientiert empfanden wir es als sehr logisch aufgebaut.
Der erste Eindruck, dass die Goshin dadurch wesentlich einfacher werden, da sie sich ja an bekannten Abläufen orientieren, hat sich für uns dagegen nicht bestätigt. Vielmehr bemerkten wir für, dass die einfacheren Abläufe wesentlich mehr Raum für die Tiefe ließen, zumindest für uns Anfänger (wir haben den 6. Kyu). Bei den bisherigen Goshin hatten wir schon damit zu kämpfen die Form zu lernen und „abzulaufen“.

Jetzt hatten wir die Chance zumindest einige Dinge besser und halbwegs korrekt auszuführen, ohne die Ablenkung durch eine komplexe und lange Form. Die Erläuterungen waren wie bei jedem Seminar durch die Sensei in Bensheim ausführlich und anschaulich und die Korrekturen super auf den jeweiligenKönnenstand angepasst. Die neue Goshin ist keine Selbstverteidigungsübung im eigentlichen Sinne. Vielmehr wurde darauf Wert gelegt, zur jeweiligen Kata passende und in der Schwierigkeit dem jeweiligen Stand angepasste Sequenzen zu entwickeln. Sicher gibt es effizientere Möglichkeiten zur Selbstverteidigung, aber die neuen Goshin dienen im BSK System
auch mehr der Erläuterung und Übung der wesentlichen Prinzipien und sind damit eine perfekte Ergänzung zum Kihon.

Immer wieder übten wir die korrekte Ausführung der Techniken, den Gegner/Partner aus dem Gleichgewicht zu bringen, eine „günstige“ Position einzunehmen, das richtige Timing und den richtigen Winkel zu „erwischen“: Mir wurde wieder einmal klar, wie viele Details es gibt, den man sich langsam nähern kann. Die Übung der 13 kleinen Sequenzen aus den 3 Goshin war eine tolle, wenn auch sehr anstrengende, Erfahrung. Für mich war es das bzgl. der Konzentration bisher anstrengendste Seminar, aber auch ein sehr interessantes.

Vielen Dank an die Sensei Ursel Arnold, Christian Lind und Peter Schömbs für ein tolles Seminar.
Vielen Dank auch an Bernd Mautry für seine Geduld und seine unermüdlichen Korrekturen beim Sai Training. Wir freuen uns schon wieder auf die nächsten Seminare, mit interessanten Inhalten, netten und hilfreichen Gesprächen und die große Hilfsbereitschaft uns bei unserem Weg zu unterstützen.