Gürtelprüfung und Weihnachtsfeier am 05. Dezember 2009

ein Rückblick von Helge Schönborn

Am Samstag, den 05.12.2009 fand in unserem Dojo in Gärtringen die zweite Gürtelprüfung nach der Umstrukturierung der Abteilung statt. Diese stand ganz im zeichen der Kinder/Anfänger. Für viele war es das erste Mal und deshalb besonders spannend.

Pr$C3$BCf_Dez_09_1_cut  Pr$C3$BCf_Dez_09_2_cu

Viele freuten sich darauf ihren Eltern, Verwandten und Freunden zeigen zu können, was sie gelernt hatten. Andere waren aber auch etwas ängstlich, was da so auf sie zukommt.

Um 10:00 Uhr trafen sich alle im Dojo. Nach einer Begrüßung der Teilnehmer durch Sabrina folgte die gemeinsame Erwärmung mit Sabrina, wärend Annika und Benny die Prüfungsbögen vorbereiteten.

Für eine angemessene Atmosphäre sorgten die vielen mitgekommenen Verwandten sowie Kareteka, die selber keine Prüfung hatten. Zu unserer großen Freude sind alle bis zur letzten Prüfung geblieben, so dass auch die letzten Prüflinge die verdienten Zuschauer bekamen. Erfreulich war auch, dass alle, insbesondere die Kleinen bei der Prüfung sehr ruhig waren, so dass die Prüflinge nicht in Ihrer Konzentratrion gestört wurden. Zwischen den einzelnen Gruppen gab es 5-10 minütige Pausen um sich zu erwärmen oder auch letzte Fragen zu stellen und Tipps abzuholen.

Trotz der deutlich spürbaren Nervosität zeigten alle Karateka super Leistungen, waren aber auch sehr erleichtert, wenn sie ihre Prüfung hinter sich hatten.im Dojo, was sie gelernt hatten und waren danach sehr erleichtert, die Prüfung hinter sich zu haben.

Nachdem die Prüfung gegen 11:30 Uhr zu Ende war, gingen alle nach Hause, um uns um 15 Uhr wieder zur Urkundenverleihung und zur Abteilungsweihnachtfeier wieder zu treffen. Die Prüfer überreichten nach einer kleinen Ansprache den glücklichen und zufriedenen Karateka Ihre Urkunden. Vielen Dank an das Übungsleiterteam für die super Vorbereitung der Karateka und die Durchführung der Prüfung.

Vielen Dank auch für die vielen leckeren Kuchenspenden und die große Anwesenheit auch von denen, die nicht an der Prüfung teilgenommen hatten.

Die Kinderprüfungen bestanden haben:

Zum 10. Kyu:       Malin Wagner, Chantal Zinser
Zum 9 1/2. Kyu:   Lukas Stotz, Gil Kapahnke, Marco Stöckl
Zum 9. Kyu:         Julius dos Santos Costa

Die Prüfung gemäß BSK Prüfungsordnung bestanden hat:

Zum 9. Kyu:          Aaron O.

Herzlichen Glückwunsch zu den bestandenen Prüfungen!

Danshakai vom 30. Oktober – 01. November 2009

eine Betrachtung von Dirk Rudolf

danshakai2_2009  danshakai_2009

Am 30.10.09 war es endlich so weit, mein erstes Seminar in Bensheim stand bevor. Was würde mich wohl dort erwarten, wie werde ich aufgenommen? An all das dachte ich auf der Hinfahrt einige Male. Dort angekommen wurde ich freundlich begrüßt, wodurch die Anspannung etwas sank. Als ich im ersten Training sah, dass wir Grundtechniken wie Age uke, Uchi uke, Soto uke und Mae geri sowie die ersten 3 Heian Katas und das Kihon Ippon Kumite übten, dachte ich, dass ich auf keinen Fall falsch bin und mitmachen kann. Jedoch merkte ich auch, dass meine Techniken bei Weitem nicht perfekt sind, da ich immer wieder korrigiert wurde; dies gab mir Anlass noch konzentrierter ans Werk zu gehen als zuvor. Besonders gefreut hat mich, als Christian Lind zu mir sagte, dass
ich die Kata auf dem Rückweg führen soll.

Bei dem gemütlichen Zusammensitzen nach dem Training erfuhr ich, dass die Niedergraduierten für die Danträger den Abwasch machen, was mir so bisher noch nicht bekannt war, jedoch kein Problem darstellen sollte und wie ich feststellte ein Teil der Dojokun ist ( Schüler –Lehrer Beziehung). Diese Aufgabe übernahm ich zum Teil ohne Aufforderung von anderen Karateka, zum Teil wurde ich auch noch daran erinnert, dass etwas zu erledigen ist.

Am Samstag wurde ich im Training gefordert und lernte viel Neues, da wir Teile des neuen Goshin Kumite übten. Dort gefiel mir besonders gut, dass das Goshin viele Hebel und Wurftechniken enthielt, die man im täglichen Leben als Selbstverteidigung auf der Straße gebrauchen könnte, falls es mal dazu käme. Außerdem wurden die Partner bei den Übungen immer wieder gewechselt, wodurch ich immer mit anderen, vor allem Danträgern trainierte, die alle sehr hilfsbereit waren und Rücksicht auf meine Graduierung nahmen.

Das anschließende Kumite Training war richtig anstrengend und ich war anschließend ziemlich kaputt. Sehr lehrreich in diesem Training waren die Fußfege-Techniken (ashi barai). Am Sonntag fand an Stelle des Trainings ein Gespräch mit den Übungsleitern der anderen Dojos statt und ich erfuhr, dass Probleme auch in anderen Dojos an der Tagesordnung sind. Interessant fand ich dabei, dass zusammen mit den Sensei Lösungsvorschläge erarbeitet wurden, jedoch kein Lösungsansatz als ein alleiniges Patentrezept ausgegeben wurde. Es wurde zum Teil gesagt, dass man selbst aus dem Bauch heraus entscheiden soll, wie man weiter mit dem Problemen verfahren
soll.

Abschließend kann man sagen, dass es mir in Bensheim sehr gut gefallen hat und ich bestimmt wieder kommen werde, um Neues zu lernen und neue Kontakte zu knüpfen.

Medizinisches Nei Yang Gong vom 26.- 27. September 2009

eine Betrachtung von Anke und Helge Schönborn

Am Samstagmorgen starteten Helge und ich wieder einmal zu einem Seminar nach Bensheim. Wie immer mit vielen positiven Erwartungen, die noch nie enttäuscht wurden, aber auch mit einem etwas schlechten Gewissen. Wir hatten ja schon ein Seminar mit der ersten Übungsreihe „hinter uns“ und wussten, dass wir die erlernten Dinge viel zu wenig geübt und vertieft hatten. An sich schade, da uns auch das letzte Qi-Gong Seminar schon begeistert hatte.

Nach knapp 2 Stunden Fahrzeit kamen wir bei herrlichem Spätsommerwetter in Bensheim an. Wir waren wirklich begeistert, als uns Gabi mitteilte, dass wir die 2. Übungseinheit im Freien verbringen würden. Wir waren diesmal nur eine kleine, aber sehr motivierte Gruppe. In der ersten Übungseinheit des Nei Yang Gong (von innen nährendes Qigong) lernten wir die beiden ersten Formen der Yang-Reihe. Es war faszinierend, wie leicht und geschmeidig die komplexen Bewegungen aussehen können. Wohlgemerkt können, bei uns war es alles, aber sicher nicht leicht und geschmeidig. Also genug Stoff zum Üben. Gabi hat auch diesmal mit sicherem Blick und
Gespür unsere Problempunkte erkannt und immer wieder erklärt, korrigiert, vorgemacht. Sehr hilfreich und schön sind die plastischen Bezeichnungen der einzelnen Übungen, die die Bewegungen einprägsamer machen. Nach einiger Zeit gab es dann erste kleine Erfolgserlebnisse. Nicht, dass wir den Fluss des Qi gespürt hätten, das wäre bei uns Anfängern wohl auch etwas viel erwartet.

Wir verspürten aber die wohltuende Wirkung des „Wringens“ der Wirbelsäule, die dabei vor allem bewegt wird. Klar war danach aber einmal mehr, dass wir noch sehr intensiv üben müssen um etwas zu spüren, aber auch mit dem Wechsel aus Spannung und Entspannung hatten wir zu kämpfen. Momentan haben wir erst mal genug damit zu tun, die Form äußerlich halbwegs korrekt auszuführen. Die stillen Übungen zum Ende der Übungseinheit waren nicht minder herausfordernd. Immer wieder schweifte unser Geist ab. So still kam es uns auch nicht vor. Durch die erhöhte Aufmerksamkeit nahmen wir alles um uns herum, aber auch wirklich alles (so kam es uns zumindest vor), wahr, offensichtlich nur dazu bestimmt, uns von der Konzentration auf „öffnen und schließen“ sowie „Stille und Entspannung“ abzulenken. Nach einer Weile gelang das aber schon etwas besser.

Nach 2 Stunden waren wir dann redlich geschafft, insbesondere die Konzentration war am Ende. Zum Glück gab es die hervorragende Kürbis-Seminarsuppe, die Heike für uns gekocht hatte. Danach kehrten die Lebensgeister langsam wieder und wir freuten uns schon auf die nächsten Übungen in den Weinbergen. Nach dem Essen fuhren wir dann gemeinsam in die nahen Weinberge um dort weiter zu üben. Es war traumhaftes Wetter, eine traumhafte Gegend und ein tolles Seminar sollte jetzt weitergehen. Zum Start übten wir den Komplex des stillen Qigong in den verschiedenen Stufen 3-mal am Stück. Eine echte Heraus-forderung bzgl. einer halbwegs erträglichenSitzposition und der Konzentration. Danach lernten wir dann die nächsten 2 Formen der Yang-Reihe und setzten danach die ersten 4 Formen zu einer Übungsreihe zusammen.
Langsam stellten sich kleine Fortschritte ein, aber auch das sichere Gefühl, dass ein ordentlicher Muskelkater vorprogrammiert ist.

Nach ein paar Minuten Ausruhen und Unterhaltung mit allen kam die große Überraschung, zu- mindestens für uns. Gabi hatte alle zum Käsefondue zu sich nach Hause eingeladen. Der gemeinsame Einkauf war schnell gemacht und dann wurde ihr Rezept in die Tat umgesetzt. Es hat wirklich super geschmeckt. Das gemeinsame Käsefondue-Essen mit der gesamten Gruppe bei Gabi war einfach schön und harmonisch. Es ist immer wieder interessant, wie viele Leute an einen Esstisch passen und doch jeder noch an den Fondue-Topf kommt. Auch die Menge an gegessenem Käse, Salat und Brot war beeindruckend. Leider mussten wir aufgrund unserer Hotelbuchung viel zu früh die anderen verlassen.

Am nächsten Morgen ging es dann wieder bei schönstem Wetter in die Weinberge um nun auch die letzten beiden Formen der Reihe zu lernen und diese wieder als Ganzes (alle 6 Teile) zu üben. Auch eine stille Übung war wieder Bestandteil, die je nach persönlicher Form besser oder schelchter geklappt hat.

Es war wieder ein tolles, anspruchsvolles und lehrreiches Seminar. Vielen Dank an Sifu Gabi Fischer-Lind für ihre unermüdliche Geduld und die vielen Erklärungen. Wir sind mit vielen Erwartungen gekommen und wieder einmal wurden diese übertroffen. Vielen Dank auch an alle anderen, die im Seminar mit uns geübt, gelacht, gegessen und geredet haben und natürlich an alle anderen, mit denen wir wieder schöne und interessante Gespräche hatten. Nach wie vor fällt uns die Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft auf. Insbesondere für uns Gärtringer ist das in den Zeiten des Umbruchs in unserem Dôjô eine große Unterstützung.

Vielen Dank auch an Sensei Werner Lind, mit dem wir über all die positiven und negativen Dinge in unserem Dôjô diskutieren konnten und der uns wieder mit Rat und Tat unterstützt hat. Wir freuen uns schon auf die nächsten Besuche in Bensheim, sei es zum Qigong, Karate oder Kobudo.