Seminar mit Olaf Krey am 17./18. Oktober 2015 – 2. Betrachtung

Seminar mit Olaf Krey am 17./18. Oktober 2015 – 2. Betrachtung

Am Samstagmorgen sind wir ganz gespannt und aufgeregt in die LUS-Turnhalle gegangen. Wir durften zum ersten Mal zu einem Seminar mit Olaf Krey. Nach dem Aufwärmen haben wir Tegumis geübt, das sind Partnerübungen, die man mit den Armen ausführt. Nach der Mittagspause standen Fußtritte auf dem Programm. Die letzte Übungseinheit an diesem Tag war das Üben mit dem Bo. Er hat auch manchmal den Kopf oder den ein oder anderen Zeh getroffen. Nachdem wir gefühlte 10 Minuten Sit-ups machen mussten, sind wir müde aber glücklich heimgegangen.

Am Sonntagmorgen mussten wir schon um 9 Uhr in der Halle sein. Olaf hat uns noch einmal Tegumis, Fußtritte und den Umgang mit dem Bo gezeigt.
Es waren zwei ganz tolle aber anstrengende Tage, bei denen wir viel gelernt und viel Spaß hatten.

Lucas und Dominic

Karate-Seminar in Gärtringen mit Sensei Olaf Krey vom 17. bis 18.10.2015

Karate-Seminar in Gärtringen mit Sensei Olaf Krey vom 17. bis 18.10.2015

Am 17. und 18.10. fand in Gärtringen ein Karate-Seminar mit Sensei Olaf Krey statt. Neben einigen Karatekas aus dem Dojo Gärtringen waren auch andere Dojos vertreten.

Wir haben an diesem Wochenende gemeinsam Tegumis (Wechsel mit Angriffen und Verteidigungen), Fußtritte und mit dem Bo(Langstock) geübt. Es hat uns allen sehr gefallen, auch wenn die vielen Sit-ups für das Bo-Fallenlassen anstrengend waren. Das Trainieren mit dem Bo hat mir persönlich sehr viel Spaß gemacht.

Die zwei Tage waren sehr lehrreich, denn Sensei Olaf Krey konnte uns viele Tipps und Tricks zeigen, mit denen wir unseren Gegnern im Kampf gegenübertreten können. Ich kann allen nur empfehlen, an solchen Seminaren teilzunehmen, denn man kann dort in relativ kurzer Zeit viel Neues erfahren und viele nette Menschen kennenlernen. Ich jedenfalls freue mich schon auf das nächste Seminar!

Karate-Seminar mit Renshi Olaf Krey in Eggenstein-Leopoldshafen am 18.10.2014

Am Samstag, den 18.10.2014, fand in Eggenstein-Leopoldshafen bei Karlsruhe ein Koryu-Uchinadi-Seminar mit Renshi Olaf Krey statt. Um 10:00 Uhr ging es los. Obwohl ich das einzige Kind war, war es für mich super.
Insgesamt nahmen etwa 20 Karateka am Seminar teil. Sabrina, Steve und ich haben unser Dojo Gärtringen vertreten.

Im Seminar ging es hauptsächlich um verschiedene Hebel und Würfe. Unter anderem wurde uns erklärt, dass man, wenn man einen Ellenbogenhebel machen möchte, erst das Schultergelenk des Gegners kontrollieren muss. Alle an diesem Tag verwendeten Techniken bildeten zusammen die Partnerübungen einer Kata.

Wir haben auch gelernt, Angreifertypen zu unterscheiden. Einen Angreifer, der sich wie ein Ringer verhält, sollte man nicht im Boden- oder Nahkampf besiegen wollen, da er dort eindeutige Vorteile hätte. Dies wäre dafür bei einem „Boxer“ die richtige Wahl. Es geht dabei darum, die Vorteile des Gegners in seine Nachteile zu verwandeln.

In den Pausen gab es ein leckeres Buffet mit Kuchen und Brötchen.

Ich habe an diesem Tag hauptsächlich mit Sabrina trainiert. Die Hebel haben mir dabei am meisten Spaß gemacht. :)

Ich habe an diesem Tag viel gelernt und freue mich schon auf das nächste Mal.

Seminar mit Sensei Olaf Krey vom 26. bis 28.09. in Hassloch

Es war das erste Seminar mit Olaf Krey (außerhalb von Gärtringen), dass bereits am Stuttgarter Flughafen begann. Zusammen fuhren wir mit zahlreichem Gesprächsstoff in Richtung Hassloch, wobei “Fahren” konnte man das Freitagabend eigentlich nicht nennen. Wir verbrachten die Zeit mit der Suche nach der “besten” Route und dem “besten” Handynavigationssystem. Beides blieb erfolglos bis die Akkus nach und nach leer wurden und wir schließlich das geplante Freitagabendtraining verpasst hatten. Somit ging es Freitagabend nur noch zum Essen ins Restaurant um den hungrigen Bauch zu füllen.

Danach entschieden die Bielefelder und ich uns dazu, noch das lokal bekannte Andechser Bierfest zu besuchen, an dem, wenn ich mich richtig erinnere, ca. 30.000 Besucher erwartet wurden. Unserer subjektiven Wahrnehmung nach, glich es im ersten Moment jedem üblichen Bierfest, was man so kennt. Doch das war es irgendwie nicht.

Yûgen (幽玄) ist ein japanischer Begriff, der die Wahrnehmung einer unergündlichen Tiefe, einer Art “Mystik” beschreibt, bei der das Verborgene beachtet werden soll, dass was nicht auf den ersten Blick erkennbar ist. Nach meiner persönlichen Interpretation dieses Begriffes, konnte man auf diesem Fest diese Fähigkeit trainieren.

Offensichtlich war: Es war spät, die Straßen vermüllt, die anwesenden Menschen zum Großteil betrunken und in einer Alterspanne zwischen Teenager und Mitte 30. Nachdem wir ca. 30 Minuten auf dem Fest verbracht hatten, waren wir uns einig. Die Stimmung, die wir wahrnahmen, empfanden wir als ungewohnt aggressiv. Wir vier waren alle schon einige Male auf Bierfesten ähnlicher Art, wir waren nüchtern, alle nicht ganz unerfahren in den Kampfkünsten und für uns glich diese Veranstaltung eher einem brodelnden Hexenkessel, als einem gemütlichen Festchen.

Unerwartet sah ich das erste Mal in meinem Leben, wie ein Mensch auf einen anderen Menschen, der am Boden liegt, eintritt und nein – wir waren nicht plötzlich vor dem Fernseher gelandet, sondern es passierte Knall auf Fall drei Meter neben uns. Dank Marc konnte die Situation schnell und ohne eine große Schlägerei zu entfachen, gelöst werden. Das Schockierende für mich war, dass niemand außer Marc eingeschritten ist. Alle schauten zu. Weder Begleiter des Geschlagenen noch Begleiter des Angreifers setzten sich ein, um diese Situation zu beenden. Aus meiner Sicht ist das zum geringsten Teil rechtlich relevant, sondern zu einem enormen Teil menschlich sehr fragwürdig. Es war kein verlassener Ort, es mangelte nicht an Menschen und dennoch schritt keiner ein. Woran liegt das? Und woher nehmen Menschen diese Aggressivität, auf einen am Boden liegenden Menschen einzutreten? Sowas kann man nirgendwo lernen und trainieren, hoffe ich. Reichen die Bilder aus Filmen, Nachrichten, Videoclips oder Computerspielen aus, um sich das anzueignen und in einer aggressiven Situation abzurufen? – Nachtrag: Bystander-Effekt nennt man das Nicht-Eingreifen.

Mein Text ist nun etwas vom Weg abgekommen, aber diese schockierende Situation hat sich doch eingebrannt. Ich möchte mit diesen Zeilen auch keinen davon abhalten dieses oder ähnliche Feste zu besuchen, aber ich möchte Dich darum bitten, Deine Aufmerksamkeit zu schulen, besonders für und in solchen oder ähnlichen Situationen. Ich war in diesem Moment nicht aufmerksam genug und in ein Gespräch mit Andrea vertieft. Aber solche Orte sind sehr wahrscheinlich hochgradig ungeeignet für eine konzentrierte Unterhaltung, in der man sich voll und ganz einem Gespräch widmen kann. Solche Feste sind besonders gut geeignet um seine Aufmerksamkeit zu trainieren und den richtigen Moment zum Gehen zu wählen.

Aber nun zum eigentlichen Seminarinhalt:

Am Samstag beschäftigen wir uns mit der inzwischen vierten Kata von Meister Aragaki, die ich kennen lernen durfte: Aragaki Sochin (壮鎮). Mir persönlich gefällt diese Kata sehr. Aus meiner Sicht, hat sie ein eigenen “Stil”, der nicht nur “übliche” Elemente wiederholt und aneinander reiht, sondern Elemente (verschiedenster Kampfkünste) vereint, ohne zu virtuos zu werden. Natürlich kann man eine Kata schwierig mit Worten beschreiben, also schaut sie euch an. Aber Achtung, die im KU geübte Version findet man nicht im Internet. In üblicher Weise gingen wir durch Partner- und Soloform, mit Variationen und Takedowns und schafften es zeitlich kaum.

Am Nachmittag war schließlich Gregor Kurfer an der Reihe, der uns wieder mit zahlreichen Bodenszenarien bereicherte, die sich ebenfalls kaum in Worten wiedergeben lassen. Er versuchte uns zu allen Grundpositionen Übergänge und Möglichkeiten mit auf den Weg zu geben und machte mir wieder erneut bewusst, dass der Spaß am BJJ darin besteht, den Partner nicht mit bloßer Muskelkraft an den Boden zu pinnen, sondern durch ständige Bewegung im Fluß zu bleiben und im passenden Moment technisch korrekt zu agieren.

Der Sonntag lief ähnlich wie der Samstag ab. Am Vormittag wiederholten wir die Soloform der Kata, beschäftigten uns mit Kaishu waza und am Nachmittag ergänzte Gregor mit BJJ. Am Ende dieses Tages sah ich dann auch meinen Mitfahrer Olaf Krey wieder. Für mich fühlte es sich fast so an, als hätten wir die zwei Tage getrennt verbracht. Ja, Olaf hat die Karate-Einheiten unterrichtet, aber irgendwie habe ich in den Pausen und an den Abenden kaum Worte mit ihm gewechselt. Aber dafür war auf der angenehmeren Fahrt, an diesem Wochenende, ja auch Zeit – zumindest in den Momenten, in denen mein Beifahrer nicht schlief ;-)

Hier noch ein Gimmick für alle, die nicht dabei sein konnten:

BJJ_Hassloch_Sep14_slow

Copyright by Steve Mirke